Methodik und Bewertungskriterien Methodik & Kriterien

Für die Klarheitsanalyse von Kanzlei-Webseiten im Erb- und Familienrecht

Der Maßstab

Eine Kanzlei-Webseite soll passende Besucher klar genug zur Anfrage führen.

Die Claratum Klarheitsanalyse prüft, ob eine bestehende Kanzlei-Webseite diese Aufgabe aus Sicht potenzieller Mandanten erfüllt.

Dabei geht es nicht um Designgeschmack, moderne Effekte oder persönliche Vorlieben. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob Besucher schnell genug verstehen:

Besucher müssen erkennen …

ob ihr Anliegen gemeint ist,

ob die Kanzlei ihre Situation einordnen kann,

warum sie Vertrauen fassen können,

und wie der nächste Schritt zur Kontaktaufnahme aussieht.

Fünf Bereiche entscheiden darüber, ob aus Orientierung eine Anfrage werden kann.

Bereich Kernfrage
01 · Anliegensklarheit Erkennt der Mandant schnell, ob seine Situation gemeint ist?
02 · Sprache Sind die Inhalte verständlich, konkret und aus Mandantensicht formuliert?
03 · Vertrauen Wird fachliche Kompetenz so erklärt, dass beim Mandanten Sicherheit entsteht?
04 · Anfrageführung Ist der nächste Schritt klar, sichtbar und einfach?
05 · Mobile Klarheit Lässt sich die Webseite auf dem Smartphone schnell erfassen und einfach nutzen?

01

Anliegensklarheit

Erkennt der Mandant schnell, ob seine Situation gemeint ist?

Kernfrage

Eine Kanzlei-Webseite sollte nicht nur Rechtsgebiete nennen. Sie sollte Besuchern helfen, ihre konkrete Situation wiederzuerkennen.

Gerade im Erb- und Familienrecht kommen Menschen häufig mit Unsicherheit, Konflikten oder persönlichen Belastungen auf eine Webseite. Wenn sie dort nur juristische Begriffe finden, aber ihre eigene Lage nicht wiedererkennen, entsteht keine klare Orientierung.

Worauf wir achten · Prüfpunkte

Wird schnell sichtbar, für welche Anliegen die Kanzlei da ist?

Werden typische Lebenssituationen oder Konflikte konkret aufgegriffen?

Verstehen Besucher ohne juristisches Vorwissen, ob sie richtig sind?

Sind Erbrecht, Familienrecht oder beide Bereiche nachvollziehbar gegliedert?

02

Sprache

Sind die Inhalte verständlich, konkret und aus Mandantensicht formuliert?

Kernfrage

Fachlich korrekte Texte sind wichtig. Für eine Anfrageentscheidung reicht fachliche Korrektheit allein aber nicht aus.

Potenzielle Mandanten müssen verstehen, was die Inhalte für ihre konkrete Situation bedeuten. Wenn Texte zu juristisch, zu allgemein oder zu abstrakt formuliert sind, müssen Besucher selbst übersetzen. Genau dort geht häufig Klarheit verloren.

Worauf wir achten · Prüfpunkte

Werden juristische Begriffe verständlich eingeordnet?

Bleibt die Sprache für Nicht-Juristen nachvollziehbar?

Wird aus Sicht des Mandanten formuliert?

Greifen die Texte typische Fragen und Unsicherheiten auf?

03

Vertrauen

Wird fachliche Kompetenz so erklärt, dass beim Mandanten Sicherheit entsteht?

Kernfrage

Vertrauen entsteht nicht nur dadurch, dass Qualifikationen genannt werden. Entscheidend ist, ob Besucher verstehen, warum diese Qualifikation für ihr Anliegen relevant ist.

Fachanwaltstitel, Spezialisierung, Erfahrung und Arbeitsweise müssen so eingeordnet werden, dass potenzielle Mandanten daraus Sicherheit gewinnen können.

Worauf wir achten · Prüfpunkte

Werden Spezialisierung, Erfahrung und Fachanwaltstitel nachvollziehbar eingeordnet?

Wird klar, warum die Kanzlei für bestimmte Anliegen geeignet ist?

Wird die Arbeitsweise verständlich erklärt?

Entsteht Sicherheit, ohne dass die Seite übertrieben werblich wirkt?

04

Anfrageführung

Ist der nächste Schritt klar, sichtbar und einfach?

Kernfrage

Selbst wenn ein Besucher versteht, dass sein Anliegen gemeint ist, braucht er eine klare Führung zur Kontaktaufnahme.

Eine Kanzlei-Webseite sollte nicht nur Kontaktmöglichkeiten anbieten. Sie sollte den nächsten Schritt logisch aus dem Anliegen heraus vorbereiten.

Worauf wir achten · Prüfpunkte

Ist klar, was der Besucher als Nächstes tun soll?

Sind Kontaktmöglichkeiten gut sichtbar?

Wird die Anfrage aktiv geführt oder nur passiv angeboten?

Wird erklärt, was im Erstkontakt passiert?

05

Mobile Klarheit

Lässt sich die Webseite auf dem Smartphone schnell erfassen und einfach nutzen?

Kernfrage

Viele potenzielle Mandanten besuchen Kanzlei-Webseiten mobil. Gerade deshalb muss die mobile Version schnell Orientierung geben.

Eine Webseite kann auf dem Desktop klar wirken und mobil trotzdem an Wirkung verlieren, wenn Inhalte zu lang, Kontaktwege zu versteckt oder wichtige Informationen zu spät sichtbar werden.

Worauf wir achten · Prüfpunkte

Ist die Startseite mobil schnell verständlich?

Sind Navigation, Rechtsgebiete und Kontaktmöglichkeiten mobil leicht erreichbar?

Sind Texte, Abstände und CTAs mobil gut lesbar?

Werden wichtige Informationen auf kleinen Bildschirmen priorisiert?

Bewertungslogik

Jeder Bereich wird auf einer Skala von 1 bis 10 bewertet.

Die Bewertung ist keine technische Messung und keine Geschmacksentscheidung. Sie ist eine strukturierte Einschätzung aus Sicht potenzieller Mandanten.

1–3 Punkte

Kritisch

Der Bereich erschwert die Orientierung deutlich. Besucher müssen selbst interpretieren, ob ihr Anliegen gemeint ist, wie die Kanzlei helfen kann oder was der nächste Schritt wäre.

4–6 Punkte

Teilweise klar

Relevante Informationen sind grundsätzlich vorhanden, aber nicht schnell genug erfassbar, zu allgemein formuliert oder nicht konsequent aus Mandantensicht geführt.

7–8 Punkte

Klar

Der Bereich erfüllt seine Aufgabe überwiegend gut. Besucher erhalten Orientierung, können Vertrauen aufbauen und verstehen den nächsten Schritt. Es gibt aber noch erkennbare Optimierungsmöglichkeiten.

9–10 Punkte

Sehr klar

Der Bereich ist konsequent aus Mandantensicht aufgebaut. Anliegen, Sprache, Vertrauen und Anfrageführung greifen gut ineinander. Besucher werden ohne unnötige Reibung zur Kontaktaufnahme geführt.